awo52

AWO-Mitte Info, Nr. 52 / Septermber - Dezember 2018 für unsere Mitglieder und Freunde 

Banner Spende fuer Fluechtlingshilfe 2014 194px

Die Geschichte des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) ist ein voller Erfolg. Seit über 50 Jahren engagieren sich in diesem Rahmen junge Menschen und ergreifen Verantwortung für andere. Um es noch deutlicher zu sagen: Hier wird im Sinne der AWO-Leitlinien sehr früh Solidarität geübt. Inzwischen absolvieren aktuell rund 49.000 junge Menschen jedes Jahr dieses FSJ.

Freiwilliges Soziales Jahr Kita-Bereich MG 6647

Gemeinsam mit dem Bundesfreiwilligendienst und den Auslandfreiwilligendiensten sind das 100.000 Freiwillige und damit rund 10 Prozent eines jeden Altersjahrganges. Ohne die konsequente Förderung dieses Engagements wäre diese positive Entwicklung nicht möglich gewesen. Sie sollte auch in Zukunft jede Bemühung wert sein!

Für uns als AWO war seit jeher klar, dass das FSJ weder ein Arbeitsverhältnis noch ein Ausbildungsverhältnis ist, vielmehr soll und wird der eigene Wert des Engagements junger Menschen anerkannt und gefördert. Denn nicht nur die Freiwilligen profitieren von ihren Erfahrungen.

Die Türen für Engagement zu öffnen, heißt auch, neue Sichtweisen und Blickwinkel auf die eigene Arbeit zu erhalten. Die AWO muss und wird auch künftig sicherstellen, dass das FSJ ein attraktives Bildungs- und Orientierungsangebot bleibt. Dies gelingt vor allem dann, wenn die Freiwilligen nicht als billige Arbeitskräfte eingesetzt werden.

Wer verantwortungsvoll Freiwillige einbinden will, muss sie fachlich anleiten und begleiten. Dies ist in Zeiten großer Arbeitsverdichtung nicht immer leicht zu realisieren. Hierfür die nötige Kompetenz, aber auch Geduld aufzubringen, verdient gesellschaftliche Anerkennung. Deshalb muss die Politik (und zwar die des Bundes!) aufgefordert werden, das FSJ weiterhin wertzuschätzen und entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. Gerade die Planungssicherheit für die Einrichtungen ist bei der Einbindung von Engagierten von zentraler Bedeutung.

Mit der gewachsenen finanziellen Förderung ist die Erfolgsgeschichte des FSJ möglich geworden.

Dies sollte auch in Zukunft bestehen bleiben!